Umstieg von Cross auf Cyclocross Rad

Nach dem mich das Thema Cyclocross im Internet so begeistert hat, bin ich verschiedene Marken probegefahren. Es war ein klasse Gefühl, mir hat die Sitzposition sofort gefallen und das Schalten mit dem Brems-Schalthebel. Bis dahin war ich der Meinung dass man für 800€ ein richtig gutes Fahrrad kaufen kann ... aber kein Cyclocross Rad. Die Modelle mit den "vernünftigen" Komponenten, mechanische Scheibenbremse und reine Rennrad-Schaltgruppe, starten bei 1100€. Auf einmal erschien es mir, als Familienvater, als "unvernünftig" ein "vernünftiges" Cyclocross Rad zu kaufen. Und da mein altes Fahrad in einem noch guten Zustand war, habe ich versucht das Thema zu verdrängen. Was meine Frau sehr vernünftig fand.

Das ist mein altes, treues Crossrad

Cube Cross Race (2018), 24.11.2017

Bei meinen Recherchen kam ich auf das Cube Cross Race. Das Fahrrad hat ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis und das Design spricht mich an. Bei einem Listenpreis von 1099,00 € bietet das Cube Cross Race
- Shimano 105 Schaltgruppe
- Carbongaben
- mechanische Scheibenbremsen
- Steckachsen

Andere Hersteller können bei gleichem oder ähnlichem Preis meistens nur die Shimano Tiaga Schaltgruppe und eine Aluminiumgabel anbieten. Der einzige Nachteil, der mir bei diesem Rad aufgefallen war, war das nicht all zu niedrige Gewicht von 10,4 kg. Aber mit damit kann ich gut leben.

Zuerst habe ich das 2017er Modell enddeckt, weil das 2018er Modell natürlich noch nicht auf den Markt war. Als das 2018er Modell vorgestellt wurde, habe ich sofort beobachtet, ob die Preise für die 2017er Modelle runter gehen ... leider war das nicht der Fall. Bis auf in einem Shop, leider hatter dieser nur noch den kleinen Rahmen im Lager. Also habe ich mich mit dem 2018 Modell vertraut gemacht. Da ist mir der Unterschied bei den Kettenblättern aufgefallen. Das 2017er Modell hat Kettenblätter mit 46 und 36 Zähnen. Das 
2018er Modell hat Kettenblätter mit 50 und 34 Zähnen, wodurch man ein größeres Übersetzugsspektrum bekommt. D.h. mit dem 34er Kettenblatt geht es etwas leichter nach oben und mit dem 50 Blatt etwas flotter in der Ebene. Wodurch mir das Rad sofort attraktiver erschien.


Quelle: cube.eu

Einige Wochen lang habe ich nach gebrauchten Rädern Ausschau gehalten. Das Angebot war sehr schwach, d.h. es gab wenig Räder auf dem Markt und die verfügbaren, interessanten Räder waren aus meiner Sicht nicht wirklich günstig. Ich versuchte weiterhin das Thema zu verdrängen.

Am Black Friday Wochenende 2017 hatte ein Online-Fahrrad-Shop 15% auf Alles. Damit war das Fahrrad für 934€ zu haben ... und ich war überzeugt, dass ich nie weider günstiger an ein solches neues Rad komme. Ich habe zugeschlagen und es mir bestellt.

Wie man auf dem Bild erkennt, wird das Fahrrad ohne Pedale geliefert. Nach kurzer Internet-Recherche, habe ich beschloßen mit diesem Fahrrad auf Klickpedale umzusteigen. Und zwar auf Shimano Click'R Pedale (Shimano Click´R PD-T400), diese werden für Anfänger sehr empfohlen weil man weniger Kraft zum Ein- und Ausklicken braucht als beim bewährtem und weit verbreitetem SPD System von Shimano. Trotzdem ist man kompatibel dazu. Darum habe ich bei den Schuhen ein Paar aus der Shimano SPD Programm ausgesucht.




27.03.2018

Nun bin ich fast 4 Monaten im Besitz des tollen Cube Cross Race 2018 und habe damit über 400 km gefahren. Ich freue mich jedes Mal auf das Fahrrad zu steigen und damit viele Kilometer runter zu reißen. An die sportliche Sitzposition und die Rennrad Bedienelemente habe ich mich schnell gewöhnt. Die meisten Kilometer mache mit dem Pendeln zur Arbeit, dabei bin ich auf der Straßen, Wald- und Radwegen unterwegs. Dafür ist das Rad sehr gut geeignet und zu sehr zu empfehlen. 
Meine Erfahrung mit den Klickpedalen 
Shimano Click´R PD-T400 sind sehr gut, ich bin bisher kein einziges Mal gestürzt und komme immer gut rein und raus. Da ich vorher keine Klickpedale hatte, weiß ich nicht wie schnell ich mich mit dem SPD System angefreundet hätte.

15.10.2018

Inzwischen habe ich um die 1500 km mit dem Rad zurückgelegt, ca. 85-90% davon habe mit dem Pendeln zur Arbeit absolviert. Den Rest mit habe ich mit Ausfahrten über Straßen, Felder und Wälder draufgefahren. Ich bin überzeugt davon, dass es kein passenderes Fahrrad für mich gibt. Es ist genau so wie ich es mir vorgestellt habe. Ich kann eine ordentliche Geschwindigkeit auf der Straße fahren (auf dem Weg zur Arbeit, mit dem Rucksack, bis zu 29,5 km/h Durchschnitt) und kann, fast bedenkenlos, Wald- und Feldwege nutzen. Natürlich wird man damit keine Hardcore Downhill Strecken absolvieren. Da ich das in den letzten 15 Jahren nicht mehr gemacht habe, ist es für mich kein Kriterium für die Fahrrad Auswahl.